Adresse: Stapfelberg 4 • Postfach 1157 • 4001 Basel • Schweiz
Internet: www.burgenfreunde.ch • E-Mail: info@burgenfreunde.ch


Eugen Dietschi-Kunz (1861–1951)
Eugen Dietschi-Kunz (1861–1951).

Geschichte der Burgenfreunde beider Basel

Gründung

1931 gründeten die Basler Mitglieder des Schweizerischen Burgenvereins auf Initiative von Carl Roth (1880–1940) eine eigene Vereinigung mit dem Namen «Burgenfreunde beider Basel». Schon der Gründungsakt auf dem damals sehr vernachlässigten Schloss Bottmingen war programmatisch. Der Verein verschrieb sich der Erforschung und Erhaltung von Burgen und Schlössern beziehungsweise deren Ruinen nach wissenschaftlichen Kriterien. Im Weiteren eigneten sich die Mitglieder in zahlreichen Vorträgen und Exkursionen viel Wissen an und pflegten die Geselligkeit.

Neben Carl Roth prägten weitere bekannte Persönlichkeiten die Aktivitäten des Vereins massgeblich: Max Ramstein-Burri (†1973), Eugen Dietschi-Kunz (1861–1951), Christian Adolf Müller (1903–1974), Rudolf Riggenbach (1882–1961), ein früherer Basler Denkmalpfleger und Stadtoriginal.

Frühere Engagements

Rudolf Riggenbach (1882–1961), früherer Basler Denkmalpfleger
Rudolf Riggenbach (1882–1961), früherer Basler Denkmalpfleger.

Die Restaurierung des Weiherschlosses Bottmingen während des Zweiten Weltkriegs geht auf die Initiative der Burgenfreunde zurück, sie engagierten sich aber auch über ihre Vertreter im basellandschaftlichen Burgenkomitée an der Projektierung und Durchführung weiterer Restaurierungen. Als Beispiele seien genannt: Waldenburg, Farnsburg, Pfeffingen, vorderer, mittlerer und hinterer Wartenberg, Reifenstein, Bischofstein und Homburg.

Die Burgenbegeisterung war in der Bevölkerung tief verankert, und so zählte der Verein bald die stattliche Zahl von über 500 Mitgliedern.

Vereinslokal

Im Jahre 1951 wurde mitten in der Altstadt Basels, am Stapfelberg 4, das noch heute bestehende Vereinslokal eingerichtet, wo sich auch das Schweizerische Burgenarchiv, eine grosse Sammlung von Plänen, Zeichnungen, Abbildungen, Texten und Ähnliches zu zahlreichen vor allem schweizerischen Burgen befindet. Am Stapfelberg in der so genannten Burgenstube finden die Vorstandssitzungen, gesellige Veranstaltungen für die Mitglieder, Apéros für befreundete Organisationen und vieles mehr statt. Unsere Mitglieder können das Lokal auch für private Veranstaltungen nutzen.

Bibliothek

Die über Jahrzehnte zusammengestellte umfangreiche Bibliothek, die ursprünglich auch am Stapfelberg 4 untergebracht war, wurde mittlerweile als Depositum an die Kantonsbibliothek Baselland (http://www.kbbl.ch/) überführt. Dort steht sie nicht nur den Vereinsmitgliedern, sondern allen Interessierten zur Verfügung. Die attraktiven Öffnungszeiten (auch am Sonntag!) und die Bestellmöglichkeit über Internet (http://www.kbbl.ch/webOPAC/) bieten somit Zugriff für alle.

Im Laufe der Zeit

Blick in das Vereinslokal am Stapfelberg 4 in Basel
Das Vereinslokal am Stapfelberg 4 in Basel.

Die frühe tatkräftige Initiative vieler Persönlichkeiten und Vereine wie die der Burgenfreunde führten dazu, dass die öffentliche Hand die Erhaltung, Erforschung und Pflege von Burgen und Schlössern übernahm. Die archäologischen und Denkmalpflegeämter mit ihrem umfassenden Auftrag sind nicht mehr auf private Initiativen angewiesen und suchen heute allzu Aktive – sprich Schwarzgräber – zu Recht an ihrem Tun zu hindern.

Die Übertragung dieser wichtigen denkmalpflegerisch-wissenschaftlichen Aktivitäten der ersten Stunden an die Öffentlichkeit hatte Auswirkungen auf das Vereinsleben.

Der Verein – rund 300 Mitglieder zählend – führt heute vor allem Exkursionen, Vorträge und Reisen durch. Das Thema Burgen und Schlösser bildet nach wie vor den Hauptschwerpunkt des Interesses, doch werden mittlerweile vielerlei Themen von der Frühgeschichte über das Mittelalter bis in die heutige Zeit, historisch, architektonisch, archäologisch, allgemein kulturell etc. angeboten.

Unser Buch «Burgen von A bis Z»

Einen wichtigen Beitrag zur Burgenkunde leisteten die Burgenfreunde beider Basel zu ihrem 50jährigen Jubiläum im Jahr 1981, indem Sie Professor Dr. Werner Meyer («Burgemeyer») beauftragten, ein Lexikon zu den Burgen der ganzen Regio zu verfassen. Unter dem Titel «Burgen von A bis Z, Burgenlexikon der Regio» entstand damals ein Standardwerk, das noch heute unübertroffen und, dies ein grosses Plus, noch lieferbar ist.